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The story behind the Quilt - Sterne

The Story Behind the Quilt: Der Sterne Quilt

Es war einmal...naja, ganz so weit zurück müssen wir nicht gehen. Aber dieser Quilt hat mich über einige Monate und vor allem über die wohl spannendste Zeit im vergangenen Jahr begleitet. Wenn er sprechen könnte, hätte er eine ganze Menge zu erzählen. 

 

Patchwork Design und Stoffauswahl

Die Idee zum Quilt stammt aus der Midnight Quilt Show von Angela Walters. Mir gefiel vor allem das Quiltmuster und ich wollte dieses unbedingt selbst ausprobieren. Das Patchworkmuster selbst gefiel mir auch - Sterne hatte ich bis dahin noch kaum genäht. Aber was das Ganze besonders sympathisch machte - das Top ist schnell genäht! Für jemanden der gerade seinen Nestbautrieb aufs Nähen projiziert genau das richtige Projekt.

Und ich wusste auch gleich, welche Stoffe ich verwenden möchte. Von einem früheren Projekt hatte ich noch recht große Stoffreste. Eine Stoffserie von Brigitte Heitland, schöne abstrakte Muster und farblich abgestimmt. Stofflager freundlich war es also auch noch.

Also musste ich nur noch den passenden Hintergrundstoff finden. Und weil ich langsam genug von weißem Uni Stoff habe, habe ich in meinem Lieblingsladen die Stoffballen gewälzt. Und die Wahl viel auf einen blassen Rosaton. Sehr hübsch. Und passend dazu habe ich ein hellgraues Garn zum Quilten ausgewählt. 

Wer richtig liest, ist klar im Vorteil

Der Sternequilt landete ganz oben auf meiner Quilt Bucket List. Noch vor der Geburt unserer kleinen Maus hatte ich alle Stoffstücke zugeschnitten und ready-to-sew in einen Projektbeutel gepackt. 

Und es war dann auch gleich das erste Projekt, dass ich nach der Geburt angefangen habe. Ich habe das richtig zelebriert, mir meinen Nähplatz aufgeräumt, die Stoffstücke schön drapiert und Musik.

Wie erwartet ging es auch zügig voran. Bis zu dem Punkt dass ich die Sterne-Blocks zusammensetzten wollte. Die haben nämlich nicht so richtig zusammen gepasst. Da half auch alles bügeln und ziehen nichts. Da stimmt was nicht. Also die Anleitung zu Rate gezogen....Oh man. Ich hatte doch glatt den winzig winzig kleinen, aber umso bedeutenderen, Satz überlesen "Die HST auf richtige Größe zurück schneiden". NEEEIEIIIIN! Oh nein. Das heißt eigentlich soviel wie "Auftrennen, zurückschneiden, nochmal nähen". Also quasi alles nochmal machen. Da habe ich erstmal einen Tag pausieren müssen und verdauen müssen. Ätzend.

Und dann habe ich geschummelt. Ja, geschummelt. Ich habe einfach die äußeren Kanten der Sterne zurück geschnitten und dabei darauf geachtet, dass die Spitzen auch spitz bleiben. Das ging zu 90% gut - good enough for me. Aber pssssstt...nicht verraten.

Gute Tage, Schlechte Tage

Dann war das Top endlich fertig und nachts, nachdem alle Kinder im Bett waren, konnte ich auch das Quiltsandwich fertig stellen. Dabei blieb es dann auch erstmal. Denn dann bekam unser Mäuschen seine Koliken und das hat uns komplett in Atem gehalten. 

Dank der Unterstützung aus Familie und Apotheke, haben wir die Koliken langsam in den Griff bekommen, aber es blieb einfach wenig Zeit für meinen Quilt. Jede freie Minute, und waren es nur 5 Minuten, habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und gequiltet. Ich verstehe jetzt, woher der Spruch kommt "Quilting ist meine Therapie". Bei mir hat es funktioniert.

Meine Therapie: Quilten

Und was habe ich gequiltet! Genau das war der Teil, weshalb ich diesen Quilt machen wollte. Und natürlich habe ich mich am Quiltmuster vom Original orientiert. Man stellt sich das so einfach vor, aber wenn man das "leere" Quiltsandwich vor sich hat, ist das wie ein weißes Blatt Papier. Ich hatte keine Ahnung wie ich das sonst hätte Quilten sollen.

Auf den Bildern könnt ihr sehen, welche Muster ich gequiltet habe. Die großen Sterne habe ich durch eine Echolinie betont. Innerhalb dieser Echolinie habe ich dann Wellen gemalt, mal besser mal schlechter. Die kleinen Sterne habe ich zügig mit einem kleinen Wirbel (Swirl) gequiltet. Das Zentrum habe ich mit geometrischen Linien hervorgehoben.

Besonders schön ist der Rand geworden. Auf dem Hintergrundstoff habe ich große Federn gequiltet, die sich quasi um den ganzen Quilt ranken. Das sieht richtig toll aus.

And the Quilt goes to...

Zum Schluss kam wie immer die Einfassung, und wie ihr wisst, ist das mein liebster Teil bei einem Projekt. Denn wenn ich die Einfassung abends per Hand festnähe, kann ich meinen Quilt nochmal in Ruhe und im Detail begutachten.

Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich diesen Quilt gemacht habe und freue mich über all die schönen Quiltmuster. Auch wenn sie manchmal nicht so gut geworden sind, weil ich nicht immer ganz ruhig oder entspannt war. Egal, er ist fertig und so wie ich ihn mir vorgestellt habe.

 

Und na klar, war auch dieser Quilt ein Geschenk. Als Dankeschön für die Unterstützung lag er bei meiner Mama unterm Weihnachtsbaum. 

 

Happy Quilting, eure Antje

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Kommentare: 3
  • #1

    Elena (Dienstag, 09 Juni 2020 15:59)

    Wahnsinn. Ich traue mich noch nicht so ganz an so komlpizierten Mustern. Respekt

  • #2

    Antje (Dienstag, 09 Juni 2020 20:22)

    Hallo Elena, vielen vielen Dank! � Ich habe mich komplett an der Vorlage von Angela Walters orientiert und es war dann gar nicht so schwer. Manchmal hat mein Hirn ausgesetzt aber diese kleinen Patzer fallen gar nicht auf. �Einfach machen!!!

  • #3

    Betti (Mittwoch, 15 Juli 2020 21:33)

    Super tolle Seite, super tolle Quilts, super tolle Ideen! Hut ab... ich bin begeistert! Und vor allem eine stolze Besitzerin eines deiner ersten Werke! Danke. Weiter so und viel Erfolg!